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LEISTUNGSBERICHT 2021

Urs Lauffer, geschäftsführendes Mitglied des Stiftungsrates


Unsere Stiftung, die im Frühling 2007 gegründet wurde, bezweckt auf ausschliesslich gemeinnütziger Basis die Förderung begabter akademischer Nachwuchskräfte in der Schweiz, in Österreich sowie in weiteren europäischen Ländern. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Universitäten Salzburg und Basel.

2022 kann unsere Stiftung ihr fünfzehnjähriges Bestehen feiern. Seit unserer Gründung konnten wir in Österreich und in der Schweiz 68 Doktorandinnen und Doktoranden mit insgesamt über acht Millionen Franken fördern.

Die Universität Salzburg erhielt 2021 einen Betrag von 250 000 Euro. Sechs Doktorandinnen und Doktoranden haben mit dieser Unterstützung im Berichtsjahr ihre Arbeit am Doktorandenkolleg «European Union Studies» in Salzburg weitergeführt. Unsere Stiftung hat auch erneut die Universität Basel mit 100 000 Franken für ihren Forschungsschwerpunkt «Afrika» unterstützt. Zwei Doktorierende wurden mit diesem Geld gefördert.

Die intensive Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Universitäten schätzen wir sehr. Die Qualität der einzelnen Forschungsarbeiten wird von den zuständigen Professorinnen und Professoren überprüft und kann so am besten gewährleistet werden. Die Humer-Stiftung verzichtet deshalb grundsätzlich darauf, direkt an sie gerichtete Anträge zu berücksichtigen.

Der Stiftungsrat traf sich im Berichtsjahr zu zwei Sitzungen. Dabei musste die Frühjahrssitzung wegen der COVID-19-Pandemie virtuell durchgeführt werden, während die Herbstsitzung wie geplant in Salzburg stattfinden konnte. Im Zentrum standen dabei die Beurteilung und die Bewilligung der Gesuche – basierend auf den fundierten Abklärungen der zwei Universitäten. Zudem wurden die statutarischen Geschäfte (Jahresrechnung, Jahresbericht, Bericht der Revisionsstelle, Wahlen) behandelt.

Ausserdem überprüft der Stiftungsrat periodisch den Erfolg der Unterstützungstätigkeit. Dabei beurteilen wir sowohl die Effektivität als auch die Effizienz unserer Arbeit, also das Mass der Wirksamkeit und die Wirtschaftlichkeit des Mitteleinsatzes. Auf dieser Grundlage und anhand konkreter Einzelfälle definieren wir die Ziele unserer Stiftung für das neue Geschäftsjahr. Und schliesslich beschäftigen wir uns auch mit allen finanziellen Fragen und Risiken (inklusive der Anlagerichtlinien, die regelmässig geprüft und angepasst werden) und überwachen die Arbeit der Geschäftsstelle.

Per Ende 2021 belief sich das Organisationskapital auf gut 1,37 Millionen Franken. Dank guter Marktverhältnisse konnte die Stiftung im Berichtsjahr ein positives Finanz-ergebnis erzielen und so den Abbau des Organisationskapitals verlangsamen. Vor diesem Hintergrund plant der Stiftungsrat, unsere Tätigkeit bis Ende 2024 fortzusetzen, wobei sich das Organisationskapital in diesen Jahren naturgemäss weiter reduzieren wird.

Die Geschäftsstelle wird von Lauffer & Frischknecht, Unternehmensberatung für Kommunikation, im Mandatsverhältnis geführt. Die Administration erledigt Stéphanie Ramel. Für die Finanzanlage und das Rechnungswesen ist lic. oec. Fritz Frischknecht verantwortlich. Für die Jahresrechnung wird Swiss GAAP FER 21 angewendet.

 

KENNZAHLEN

in CHF
Stand: 31.12.2020


  2021 2020 2019
Unterstützungsbeiträge 377 000 365 000 330 000
Jahresergebnis -340 000 -375 000 -70 000
Organisationskapital 1 371 000 1 732 000 2 106 000

Insgesamt hat die Stiftung seit ihrer Gründung im Jahr 2007 rund 8,3 Millionen Franken an Unterstützungsbeiträgen geleistet.

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